Restbestände

Die IGfH veröffentlicht gemäß ihrer Satzung schon seit den 60er/70er Jahren Fachpublikationen, die das Ziel hatten

"eine Einflussnahme auf die öffentliche Meinung" auch durch Publikationen zu errreichen, "mit dem Ziel, die Bedeutung der erzieherischen Hilfen und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in das öffentliche Bewusstsein zu heben und die Vernachlässigung der erzieherischen Hilfen in Ursache und Auswirkung aufzuzeigen" (Satzung der IGfH § 2 Abschnitt f).

Ein Meilenstein war sicherlich die Veröffentlichung des Zwischenberichtes der Kommission Heimerziehung der Obersten Landesbehörden und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege. Hier ging es schon früh um die Heimerziehung und ihre Alternativen.

Es folgten viele Schriften, die immer wieder eine nicht ausgrenzende Kinder- und Jugendhilfe, die Politikfähigkeit der Jugendhilfe, die Rechte und die Demokratisierung der Heimerziehung und angrenzender Formen zum Thema hatten. Das Spannungsverhältnis zwischen öffentlicher Erziehung und dem gelingenden, individuellen privaten Leben geriet daher immer wieder in den Focus und schlug sich häufig in den dokumentierten Jahreskongressen der IGfH nieder.

Einige dieser Titel sind noch in Restbeständen zu ermäßigten Preisen vorhanden und können hier bestellt werden.

1999: Hans U. Krause (Hrsg.): Das Bild der Jugendhilfe in den Medien. Beiträge zu einem IGfH-ExpertInnengespräch in Berlin 1998. Frankfurt.

Das Bild gesellschaftlicher Aktion in den Medien ist ein kommunikatives Produkt. Wie also über Jugendhilfe in den Medien berichtet wird, wie über ihre Erfolge oder Misserfolge geredet oder geschrieben und was überhaupt als Erfolg oder Misserfolg gedeutet wird, all das ist nicht bloßes Ergebnis journalistischer Arbeit, sondern es ist ein in Kommunikation aller direkt und indirekt Beteiligten entstandes Produkt.

1996: Vera Birtsch, Luise Hartwig, Burglinde Retza (Hrsg.): Mädchenwelten – Mädchenpädagogik. Perspektiven zur Mädchenarbeit in der Jugendhilfe. Frankfurt. 2, ergänzte Auflage.

Mädchenarbeit in den Erziehungshilfen hat sich in den letzten 15 Jahren verändert. Es ist nicht mehr notwendig um die Einsicht zu kämpfen, dass Mädchen andere Lebensbedingungen haben als Jungen und dass von daher Erziehungshilfe für sie auch andere Formen der Unterstützung finden muss.

In diesem Band werden Erfahrungen und Erkenntnisse beschrieben, an die Leserinnen und Leser leicht mit eigenen Praxiserfahrungen anknüpfen können.

1995: Ralf Brier: Wie zu eigenen Kindern. Heimerziehung am Beispiel einer familienorientierten Kleineinrichtung. Frankfurt.

Familienorientierte Kleineinrichtungen scheinen in der aktuellen Debatte um Heimerziehung keine große Rolle mehr zu spielen. Die Zeiten, in denen kleine Heime per se für sozialpädagogischen Fortschritt standen, sind längst vorbei. Und haben sich die "Großen" nicht im Zuge von Heimdifferenzierung und Dezentralisierung als durchaus anpassungsfähig erwiesen?

1995: Detlef Arend, Kurt Hekele, Martina Rudolph: Sich am Jugendlichen orientieren. Konzeptionelle Grundlagen und Erfahrungen aus der Mobilen Betreuung (MOB) des Verbundes Sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE) Celle. Frankfurt. 4. Auflage.

Das Konzept hat in verschiedenen Zusammenhängen Bedeutung gewonnen: In der konkreten Betreuung von Kindern und Jugendlichen, aber auch handlungsleitend für den Umgang der Kolleg_innen untereinander, als "kollegiale Beratung", oder aber auch in der Organisation von Projekten und in Bezug auf Trägerstrukturen.

1991: Hans-Ullrich Krause, Margit Müller, Karlheinz Thimm, Henning Till (Hrsg.): Deutsch-deutsche Positionen. Heimerziehung und Jugendhilfe nach der Vereinigung. Mit den Beiträgen zum Ost-West-Begegnungskongress der IGfH in Berlin 1990. Frankfurt.

Der Ost-West-Begegnungskongress in Berlin 1990 fiel in eine neue Phase des Vereinigungsprozesses. Die Epoche der Nachrevolution vom Spätherbst '89 ging zu Ende, nationales Pathos und Vereinigungseuphorie waren bereits gedämpft, die sozialen und materiellen Einbrüche machten Angst, das Hoffnungsmodell "DDR-Identität" blieb auf der Strecke.

1989: Marco Hüttenmoser, Heinz Hermann Baumgarten: Privat geboren für öffentliches Leben. Beiträge zum FICE-Jubiläumskongress 1988 in St. Gallen. Frankfurt.

Das Kongressthema "Privat geboren für öffentliches Leben" hatte sich den Vergleich familiärer und außerfamiliärer Lebensräume zum Ziel gesetzt. Der Band umfasst eine Sammlung von Vorträgen, Referaten und weiteren Unterlagen zum FICE-Jubiläumskongress 1988 in St. Gallen.

1984: IGfH-Arbeitsgruppe "Alternativen zur Geschlossenen Unterbringung": Probleme von Kindern und Jugendlichen lassen sich nicht einsperren. Alternativen in der Heimerziehung. Frankfurt. 2., überarbeitete Auflage.

Die geschlossene Unterbringung von Kindern und Jugendlichen ist ein nach wie vor praktiziertes Erziehungsmittel in der Heimerziehung. Heute, 20 Jahre nach Entstehung dieses Bandes, haben die Befürworter der Geschlossenen Unterbringung wieder an Boden gewonnen und das Thema wird in der Jugendhilfe durchaus kontrovers diskutiert.

1983: Anne Frommann, Gerhard Haag (Hrsg.): Wolfgang Bäuerle - Jugendhilfe und Sozialarbeit. Ausgewählte Vorträge und Schriften. Frankfurt.

Wolfgang Bäuerle ist 1982 gestorben, ohne dass er ein Alter erreicht hat, das ihm sein Werk zu ordnen, zu sichten und zu veröffentlichen erlaubt hätte. Diese Sammlung von Schriften soll dazu dienen, Wolfgang Bäuerles Wirken und Denken nachzuzeichnen und in seiner Folgerichtigkeit zu verstehen.

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