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Neuorganisation der erzieherischen Hilfen in vier Beispielregionen

Das Bundesmodellprojekt INTEGRA erprobt die Neuorganisation der erzieherischen Hilfen in Richtung auf eine flexible, integrierte und sozialräumliche Organisation. Das Vorhaben wird in vier beteiligten Regionen gemeinsam von freien und öffentlichen Trägern getragen und bezieht sich auf ganze Sozialräume (Stadtteile, Gemeinden etc.).

Die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) hat die Federführung des Projektes inne. Finanziell gefördert wird der fünfjährige Modellversuch vor allem durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie durch die Länder, die beteiligten Kommunen und Landkreise, durch regionale freie Jugendhilfeträger und durch die IGfH. Das Projekt gliedert sich in eine erste Phase (Laufzeit Oktober 1998 bis September 2001) und eine zweie Phase (Oktober 2001 bis September 2003).

Das INTEGRA-Projekt wird in den Kommunen Dresden, Erfurt, Frankfurt (Oder) und im Landkreis Tübingen (in der Phase I mit Beteiligung der Stadt Celle) unter bewusst unterschiedlichen Ausgangsbedingungen durchgeführt. Der Reformprozess wird vor Ort jeweils durch RegionalmoderatorInnen unterstützt und dokumentiert. Eine bei der IGfH angesiedelte Bundesstelle stellt die Verbindung zwischen den Regionen sicher, evaluiert die regionalen Reformprozesse und dokumentiert die überregional interessanten und lehrreichen Erkenntnisse.

Ziele des INTEGRA-Projektes

Im Einzelnen verfolgt das INTEGRA-Projekt folgende Ziele für die Weiterentwicklung des Systems der erzieherischen Hilfen:

Flexible, individuelle und bürgernahe Hilfe

  • Individuelle Hilfearrangements mit möglichst wenig Beziehungsabbrüchen

  • Problemloser Wechsel zwischen den verschiedenen gesetzlich vorgesehenen Hilfeformen

  • Systematischer Einbezug von Stärken und Ressourcen der Nutzerinnen von Hilfen zur Erziehung

  • Enge Kooperation zwischen den Hilfesuchenden, dem Jugendamt und den Hilfe anbietenden Trägern

  • Stärkung von Regeleinrichtungen durch die enge Kooperation von Seiten der Hilfen zur Erziehung


Integrativ und wohnortnah angelegte Hilfen zur Erziehung

  • Wohnortnahe und regional zugängliche Organisation von Hilfen

  • Mobilisierung von Ressourcen und Netzwerken des Gemeinwesens für die Hilfen zur Erziehung

  • Integration und Abstimmung der Angebote in der Kommune

  • Enge Kooperationsformen zwischen den freien Trägern und dem Jugendamt auf der Basis von lokalen Gestaltungszielen und Kontrakten

Erprobung neuer Finanzierungsmodelle zur Förderung der Durchlässigkeit der Leistungsbereiche und zur Sicherung sozialräumlicher Unterstützungsformen

 

Bundesmodellprojekt INTEGRA bei der IGFH, Schaumainkai 101-103, 60596 Frankfurt (Main)
Email: INTEGRA@igfh.de


Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Jugend und Frauen, den beteiligten Landesjugendämtern, Kommunen und der IGfH