Heimerziehung und andere betreute Wohnformen

Im September 1991 wurde auf Initiative von Anne Frommann eine Fachtagung im damaligen Kinderheim „Käthe Kollwitz“ in Moritzburg bei Dresden veranstaltet. Die Tagung trug den Titel „Nicht zu Hause leben“ und war der Auftakt zur Gründung einer Fachgruppe, die sich mit Grundlagen und Grundsatzfragen der „Fremdplatzierung“ auseinandersetzte.

Unsere Fachgruppe gründete sich am 10.03.1992. Anlass für die Arbeit der Fachgruppe war zum einen die Tatsache, dass mit der Neugründung der Bundesrepublik neue Chancen für eine gelingende Heimerziehung erarbeitet werden konnten und zum anderen der Fokus von Diskussionen zur Veränderung der Jugendhilfe auch wieder auf Fragen der Heimerziehung gelenkt werden konnte, weil immer klar war, dass weder „ambulante“ noch „teilstationäre“ Hilfeformen in allen Schicksalsverwicklungen richtig sind, dass aber auch Pflegeverhältnisse nicht allein die Lücken füllen können.

Wir fanden und finden es wichtig, den Lebensort Heim in seiner Unterschiedlichkeit und in seinen umfassenden Wirkungen für und in den erzieherischen Hilfen immer wieder aus den verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Daraus entwickelten sich die Initiativen für die Durchführung von Bundestagungen:

1. Bundestagung 2001 in Münster
„Lebensort Heim als professionelle Hilfeleistung, Notlösung, Fehlplatzierung“

2.Bundestagung 2003 in Dresden
„Mut zur Zumutung – Arbeitsplatz Heimerziehung“

3. Bundestagung 2007 in Tübingen
„Gegenwart gestalten – auf Ungewissheiten vorbereiten“

4. Bundestagung 2012 in Hildesheim
„Pädagogisches und soziales Gelingen in der Heimerziehung. Sich in Kompetenz begegnen – miteinander lernen
"

Die Fachgruppe hat derzeitig 13 Mitglieder, die überwiegend bei freien Trägern der Jugendhilfe beschäftigt sind (1 öffentlicher Träger, 12 Freie Träger). Folgende Bundesländer sind über die Mitglieder vertreten: Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern.

Themen, die bisher bearbeitet wurden:

  • Geschlossene Unterbringung in der Jugendhilfe und die Alternativen
  • Was machen wir mit den schwierigen Kindern und Jugendlichen in diesen schwierigen Zeiten
  • Veränderungen von strukturellen Rahmenbedingungen für die Heimerziehung durch den demographischen Wandel
  • Drogenkonsum als Thema der Hilfen zur Erziehung
  • Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
  • Auseinandersetzung mit den öffentlichen Trägern (Regionale und überregionale Belegung, Selbstverständnis)
  • Orte des Lebens - Orte des Lernens / Heimerziehung und Bildung
  • Stationär vor ambulant – Kooperation ambulante und stationäre Hilfen

Die Fachgruppe arbeitet mit einem feststehenden TeilnehmerInnenkreis verbindlich und kontinuierlich über einen längeren Zeitraum. InteressentInnen melden sich bitte bei der IGfH-Geschäftsstelle oder bei den Sprechern der Fachgruppe:

Eckard Mann,Radebeuler Sozialprojekte gGmbH
E-Mail: eckardmann@web.de

Gerald Rieken, Psychagogisches Kinderheim Rittmarshausen e.V.
E-Mail: g.rieken@kinderhiem-rittmarshausen.de

 

 

 

 

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