Tagesgruppen

Die Geschichte der Bundesfachgruppe ist sehr eng mit der Geschichte der Bundestagungen der Tagesgruppen verknüpft. Sie wurde 1984 in Bad Zwischenahn im Rahmen der 3. Bundestagung der Tagesgruppen von Mitarbeitenden in Tagesgruppen gegründet.

Es war die Aufbruchzeit der Tagesheimgruppenbewegung. Tagesheimgruppe  war übrigens zu dieser Zeit der gebräuchliche Name. Tagesheimgruppen wurden verstanden als Wohngruppe ohne Übernachtung. 1984 ließ die Diakonie in Düsseldorf gerichtlich klären, ob die Tagesheimgruppe eine stationäre Maßnahme ist. Das legendäre Verwaltungsgerichtsurteil sagte eindeutig aus, das die Tagesgruppe keinen Heimgruppenstatus hat. Die Entwicklung der Tagesgruppe als eigenständige Hilfeform begann.

Ziel war es, die Entwicklung der Tagesgruppenarbeit zu beobachten, Anstöße zu geben, inno-vative Ansätze zu diskutieren und durch Veröffentlichungen zu verbreiten. Spezifikum dieser Bundesfachgruppe war und ist die Praxisnähe.

1992 veröffentlichte die Planungsgruppe Petra eine Untersuchung zu Bestand, Entwicklung und Leistungsmöglichkeiten von Tagesgruppen. In dieser Zeit war einer der Autoren, Rolf Lambach, Mitglied der Bundesfachgruppe .

Die inhaltlichen Auseinandersetzungen waren in diesen Jahren waren geprägt von den unterschiedlichen „ Wurzeln“ der Tagesgruppenarbeit. Im Norden entwickelte sich die TG Arbeit anders als im Süden der Republik. Die damals heiß  und leidenschaftlich diskutierten Inhalte lassen sich unter den Stichworten Behandlungsorientierung (Norden) versus Betreuungsorientierung (Süden) zusammenfassen. Später wurden in der Bundesfachgruppe wieder sehr leidenschaftliche Diskussionen über Spezialisierung (von manchen Fachleuten Versäulung genannt) und Flexibilisierung (gewollte Profilunschärfe) als Aspekte der Lebensweltorientierung geführt.

Neben der inhaltlichen Diskussion war  und ist die Planung und Durchführung von Bundestagungen Schwerpunkt der Arbeit der Bundesfachgruppe. Entwicklungen wurden in den Titeln der Bundestagungen aufgegriffen und in den Tagungen bearbeitet. Bundesfachgruppenmitglieder gestalteten die Workshops.

Aktuell hat die Bundesfachgruppe Mitglieder aus 9 Bundesländern. In unseren Sitzungen beschäftigen wir uns zur  Zeit mit den Wirkungen von Tagesgruppenarbeit, mit dem Thema Beteiligung in der Tagesgruppe. Außerdem beschäftigt sich die Fachgruppe aktuell mit dem großen Thema Inklusion, verbunden mit Tagesgruppen und Regeleinrichtungen.

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