Die IGfH

Die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) ist eine bundesweit und - als deutsche Sektion der Fédération Internationale des Communautés Educatives (FICE) - auch international tätige Fachorganisation der erzieherischen Hilfen, insbesondere im Bereich der Hilfen für Kinder und Jugendliche, die außerhalb der Herkunftsfamilie leben und aufwachsen.

 

Die FICE wurde 1948 unter Mitwirkung der UNESCO gegründet und umfasst heute Nationalsektionen in 24 überwiegend europäischen Ländern. FICE ist eine nicht-staatliche Organisation (NGO) der UNICEF, des Europarates und von ECOSOC. Die deutsche Sektion ist Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und arbeitet eng mit diesem zusammen.

 

Die IGfH versteht sich als Lobby im Dienste des Wohls und der Rechte von jungen Menschen, die außerhalb der Herkunftsfamilie leben. Sie vertritt nur in diesem Rahmen die Interessen von Erziehern/innen und von Institutionen. Die IGfH ist überparteilich und konfessionell nicht gebunden. Sie versteht sich als eine Plattform des sozialpädagogischen Dialogs über erzieherische Hilfen auf einer möglichst breiten Basis.

Die IGfH will fachliche Aussagen zum Wohle junger Menschen treffen und deren Umsetzung fördern. Dafür sieht sie als grundlegend und unerlässlich an

  • die Erziehung zum Frieden und zur Verständigung von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Rasse, Religion und Begabung, in kleinen und großen Gemeinschaften;
  • die Aufklärung über unsere Abhängigkeit von der Natur, die Einübung in die Praxis ökologischer Verantwortung und sozialer Lebensqualität;
  • die Erziehung zur Achtung vor dem Leben und zum Widerstand gegen lebensfeindliche Entwicklungen.

Die IGfH verpflichtet sich zu intensiver und kritischer Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung und den Erfahrungen der Praxis, die Aussagen machen über notwendige Gestaltung der Lebensräume junger Menschen und derzeit dagegen bestehende Hindernisse in den Einrichtungen der öffentlichen Erziehung.

Ziele der Arbeit der IGfH

  • auf die Lebensbedingungen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen aufmerksam zu machen;
  • Hilfsbedürftigkeit ohne Schuldzuweisung an das Kind oder seine Familie anzuerkennen; verschiedene Lebensformen von Individuen oder Gruppen in ihrer jeweiligen Art zu akzeptieren, ohne Zwang zur Anpassung an nur eine Erziehungsnorm auszuüben;
  • besondere Lebensschwierigkeiten und Behinderungen durch vielfältige und flexible Hilfsangebote zu beantworten;
  • familiale Erziehung zu fördern, ohne unkritisch für die Familie als einzig anerkannte Lebensform einzutreten;
  • Formen nichtfamilialer Gemeinschaftserziehung weiterzuentwickeln; die Mitsprache und Beteiligung von Jugendlichen, Eltern und Pflegeeltern im Bereich der erzieherischen Hilfen zu fördern;
  • die Zusammenarbeit von professioneller Sozialpädagogik und Selbsthilfe zu unterstützen.

Die IGfH versteht sich als offenes Diskussionsforum, um zeitgemäße und jeweils bessere Lösungen für die Probleme der jungen Menschen und deren Familien zu finden. Sie will persönliche, fachliche und institutionelle Ressourcen im Interesse von Kindern und Jugendlichen mobilisieren, ohne gleichzeitig den Interessenkonflikten der verschiedenen Institutionen zu unterliegen und unter Umständen Beharrungstendenzen und Egoismen einer überholten Praxis übernehmen zu müssen.

 

Die Rechte des Kindes können immer nur annäherungsweise eingelöst werden, deshalb muß die IGfH jeweils aktuell herausfinden, wo und wie Weiterentwicklungen wünschenswert, möglich und machbar sind. Dabei lebt sie vom Einsatz und Engagement aller ihrer Mitglieder.

 

Materialien: 

Partnerschaften

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