Neue Safe Parks für syrische Flüchtlingskinder im Libanon

SafeParks_Kletterseile_winzig_0.jpegSafe Parks sind Spiel- und Begegnungsplätze und gleichzeitig geschützte Orte, in denen Flüchtlingskinder einerseits „Kind sein“ können und andererseits psychosoziale Betreuung erhalten. Im Libanon leben aktuell schätzungsweise 2 Millionen syrische Geflüchtete, der Großteil ist nicht registriert und lebt in inoffiziellen Zeltlagern. Der Bedarf an humanitärerer Hilfe ist bei den Flüchtlingen ebenso wie bei vielen Libanes_innen hoch. Im Rahmen des Projektes „Safe Parks für syrische Flüchtlingskinder im Libanon“ der Schweizerischen Stiftung des Internationalen Sozialdienstes und der FICE International, das von der IGfH als deutsche FICE-Sektion unterstützt wird, konnten 2016 drei Safe Parks in den Orten Ajaltoun, Baskinta und Aley mit notwendiger Infrastruktur und Personal zusammen mit der libanesischen Partnerorganisation Himaya eröffnet werden (s. Widmer, R. in Forum Erziehungshilfen 3-2016: 177-178).

Ziele des Projektes sind unter anderem den Geflüchteten durch Ausbildung und Unterstützung „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu geben, das Zusammenleben mit der libanesischen Bevölkerung durch gemeinsame Aktivitäten von syrischen und libanesischen Kindern zu verbessern, den Flüchtlingskindern psychosoziale Unterstützung sowie je eine_n Erwachsene_n als Bezugsperson zu ermöglichen. Das Projekt wird mit der ISS-Partnerorganisation Himaya durchgeführt sowie seit Ende 2016 mit der NGO Mousawat. In den drei bestehenden Safe Parks werden etwa 600 Kinder betreut, von denen etwa die Hälfte syrische Kinder aus sozial schwachen Familien sind. Nachdem die Pilotphase des Projektes evaluiert wurde, wird das Projekt fortgeführt und es werden weitere Safe Parks eingerichtet, unter anderem in Baalbekk und in Saïda. SafeParks_Rutsche_winzig_3.jpeg

Als Herausforderung stellte sich die Akquise von syrischen Freiwilligen, die sich im Projekt engagieren, dar, denn viele Libanes_innen leben selber in sehr prekären Verhältnissen und sind darauf angewiesen Arbeit zu finden. In der Zukunft soll der Fokus des Projektes u.a. auf der Förderung von multikulturellen Gruppen mit syrischen, libanesischen und irakischen Kindern und Betreuer_innen liegen sowie auf der Stärkung der psychosozialen Kompetenzen der Betreuer_innen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ssiss.ch.

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