2012: Birgit Jagusch, Brigitte Sievers, Ursula Teupe (Hrsg.): Migrationssensibler Kinderschutz. Ein Werkbuch. Frankfurt.

Das Werkbuch bündelt die zentralen Ergebnisse des dreijährigen Modellprojekts „migrationssensibler Kinderschutz“ und bereitet diese praxisnah auf. Zwar gehören Familien mit Migrationshintergrund seit geraumer Zeit zum Alltag des Jugendamts. Allerdings gibt es bisher kaum Untersuchungen, die sich der Frage nähern, wie sich diese gesellschaftliche Entwicklung auf das Handeln des Allgemeinen Sozialen Dienstes in der Kinderschutzarbeit auswirkt.

 

Die Ergebnisse des Projekts liefern nun erstmals profunde Daten über die Umsetzung des Kinderschutzauftrags bei Familien mit und ohne Migrationshintergrund und zeigen, an welchen Stellen sich die professionellen Herausforderungen unabhängig von einem Migrationshintergrund gleichen und wo Differenzierungen sowie spezifische Zugänge nötig sind. Von der Verdachtsmeldung, über den Erstkontakt, die Gefährdungseinschätzung bis hin zur Einleitung von Hilfen geben die erhobenen Daten Auskunft über Aspekte, die für die Weiterentwicklung der Kinderschutzarbeit unter migrationssensiblen Gesichtspunkten von Relevanz sind.

Dabei gehen die einzelnen Kapitel auf unterschiedliche Phasen des Kinderschutzes wie den Erstkontakt und das sozialpädagogische Fallverstehen als Grundlage einer Gefährdungseinschätzung ein, ebenso auf den Umgang mit Sprachbarrieren. Es werden spezifische rechtliche Rahmenbedingungen wie das Ausländerrecht thematisiert, die Rolle der Kooperation und Vernetzung sowie die Herausforderung der Interkulturellen Öffnung als Organisationsentwicklungsprozess diskutiert.

Die einzelnen Kapitel sind mit Anregungen und Beispielen versehen, die es den Lesenden ermöglichen, Ideen für die Umsetzung in der Praxis zu entwickeln.

ISBN: 
978-4-925146-84-8
Einbandart: 
broschiert
Preis: 
22,90 €
Reihe: 
Reihe "Grundsatzfragen"
Auflage: 
1. Auflage
Erscheinungsjahr: 
2012
Seiten: 
464 Seiten
Verwandte Inhalte: 

(03.02.2012) Die Neuregelungen des Bundeskinderschutzgesetzes im Überblick

Nachdem das Gesetzgebungsvorhaben des neuen Bundeskinderschutzgesetzes inder 16. Legislaturperiode – zur Erleichterung der Fachwelt! – letztlich gescheitert war, wurde das Thema von der neuen Bundesregierung der 17. Legislaturperiode wieder aufgegriffen. Am 16.03.2011 wurde der Regierungsentwurf „eines Gesetzes zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen – Bundeskinderschutzgesetz“ (BKiSchG) veröffentlicht.

(17.02.2011) Stellungnahme der IGfH zum Referentenentwurf für ein Bundeskinderschutzgesetz

Das BMFSFJ hat am 22.12.2010 einen Referentenentwurf für ein "Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen (Bundeskinderschutzgesetz BKiSchG)" vorgelegt und die Verbände, so auch die IGfH, um Stellungnahme bis zum 15. Februar 2011 gebeten.

2013: Britta Sievers: Migrationssensibler Kinderschutz. Anregungen aus Großbritannien. Frankfurt.

Die sozialpolitischen Entwicklungen in Großbritannien sind sowohl im Hinblick auf den Kinderschutz wie auch des Zusammenlebens aller Bevölkerungsgruppen von vielen Parallelen zu Deutschland gekennzeichnet. Die Zusammensetzung der Migrantenpopulation unterscheidet sich allerdings – bedingt durch die Kolonialgeschichte des Landes – deutlich von der Situation in Deutschland.

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