2013: Britta Sievers: Migrationssensibler Kinderschutz. Anregungen aus Großbritannien. Frankfurt.

Die sozialpolitischen Entwicklungen in Großbritannien sind sowohl im Hinblick auf den Kinderschutz wie auch des Zusammenlebens aller Bevölkerungsgruppen von vielen Parallelen zu Deutschland gekennzeichnet. Die Zusammensetzung der Migrantenpopulation unterscheidet sich allerdings – bedingt durch die Kolonialgeschichte des Landes – deutlich von der Situation in Deutschland.

Der Anteil der Fachkräfte aus ethnischen Minderheiten ist in der Sozialarbeit sowohl in der Lehre wie auch in der praktischen Arbeit wesentlich höher als in Deutschland. Fragen von Rassismus und Antidiskriminierung nehmen hier einen breiten Raum in den Fachdebatten ein.

Der Band enthält neben einen kurzen Abriss der sozialpolitischen Entwicklungen der letzten Jahre eine Darstellung des im Vergleich zu Deutschland stark formalisierten Kinderschutzverfahrens. Zudem werden die Einwanderungsgeschichte und einige Leitlinien der Integrationspolitik umrissen. Neben Portraits von Migrantenorganisationen, die zum Kinderschutz arbeiten, findet sich auch ein Fallbeispiel, in dem das Vorgehen im Einzelfall plastisch wird. Entsprechend des Diversity-Ansatzes als Querschnittsaufgabe soll der ethnisch-kulturelle Hintergrund der Betroffenen in allen Stadien der Fallbearbeitung bis hin zu einer möglichen Unterbringung des Kindes berücksichtigt werden. Im Fazit werden Anknüpfungspunkte im Hinblick auf die Umsetzung eines migrationssensiblen Kinderschutzes in Deutschland herausgearbeitet.

ISBN: 
978-3-925146-82-4
Einbandart: 
broschiert
Preis: 
10,00 €
Reihe: 
Reihe "Internationale Aspekte"
Auflage: 
1. Auflage
Erscheinungsjahr: 
2013
Seiten: 
72
Verwandte Inhalte: 

2012: Birgit Jagusch, Brigitte Sievers, Ursula Teupe (Hrsg.): Migrationssensibler Kinderschutz. Ein Werkbuch. Frankfurt.

Das Werkbuch bündelt die zentralen Ergebnisse des dreijährigen Modellprojekts „migrationssensibler Kinderschutz“ und bereitet diese praxisnah auf. Zwar gehören Familien mit Migrationshintergrund seit geraumer Zeit zum Alltag des Jugendamts. Allerdings gibt es bisher kaum Untersuchungen, die sich der Frage nähern, wie sich diese gesellschaftliche Entwicklung auf das Handeln des Allgemeinen Sozialen Dienstes in der Kinderschutzarbeit auswirkt.

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