Medikamentenmissbrauch in der Heimerziehung

Veranstaltungstyp: 
Studienreise
Veranstaltungsnr.: 
WP-2-2019

Die Geschichte der Heimerziehung in Deutschland ist vielschichtig und zum Teil mit entwürdigenden Erziehungspraktiken durchzogen. Schwere Arbeiten, aber auch Strafen als „Pädagogik“ waren weitverbreitet – die jungen Menschen sollten „gebrochen“ werden.

Vor kurzem ist nun deutlich geworden, dass in den Erziehungsheimen oft auch Medikamente an den jungen Menschen im Auftrag der Pharmakonzerne getestet wurden oder diese mit Medikamenten – z.B. versteckt im Essen – sediert wurden. Medikamente wie Ritalin sind auch heute in der Heimerziehung omnipräsent, was in einigen Fachkreisen kritisch gesehen wird.

Die IGfH plant vor diesem Hintergrund eine Studienfahrt zum Thema Medikamentenmissbrauch in der Heimerziehung. Wir werden „schwierige“ Ort besuchen, die mit Medikamentenmissbrauch in Zusammenhang standen oder stehen, mit Fachkolleg_innen, Zeitzeug_innen in den Austausch treten und aktuelle Praxen der Medikamentenabgabe und Erziehungspraktiken vor dem Hintergrund der Geschichte reflektieren. Hierbei werden wir uns mit Kontinuitäten der NS-Ideologie im Nachkriegsdeutschland genauso befassen, wie auch mit den Praxen in der Behindertenhilfe.  

Die Filmemacherin Sonja Töpfer wird im Rahmen der Studienfahrt ebenfalls ihren neuen Film „Die psychiatrisierte Kindheit“ zeigen und mit den Teilnehmer_innen und Zeitzeug_innen diskutieren.

 

Zielgruppe: 

Fachkräfte öffentlicher und freier Träger der Erziehungshilfe, Wissenschaftler_innen zu dem Themenkomplex, Interessierte

Teilnehmer: 

20

Beginn: 
Montag, 18. November 2019
Termine: 

18.-22. November 2019

Veranstaltungsort: 

Verschiedene Orte in Deutschland

Kosten: 
Kosten inkl. Übernachtung: 
Anmerkungen: 

Das detailierte Programm wird Anfang 2019 hier eingestellt!

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