Sozialpädagogische Familiendiagnosen

Dreiteilige berufsbegleitende Weiterbildungsreihe (Zertifikatskurs)
Veranstaltungstyp: 
Weiterbildungsreihe
Veranstaltungsnr.: 
WB-2-2020

 

Die Weiterbildung soll die Grundlagen der Sozialpädagogischen Familiendiagnose vermitteln. Anhand von Fallbeispielen werden praktische diagnostische Kompetenzen eingeübt. Das Diagnosemodell, das im Zentrum der Fortbildung steht, wurde im Rahmen des Forschungsprojektes „Familien in der Jugendhilfe – sozialpädagogische Notlagen und Hilfekonzepte“ entwickelt und erprobt (Träger: IGfH, Universität Kassel, Brandenburger Institut für Familientherapie unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr. Uwe Uhlendorff). Seit Anfang 2005 liegen verschiedene praktische Erfahrungen in den ambulanten, teilstationären und stationären erzieherischen Hilfen vor. Von 2009 bis Februar 2011 wurde das Verfahren in einem von der Aktion Mensch geförderten Projekt des Kinderhaus Berlin – Mark Brandenburg (fachliche Leitung: Stephan Cinkl, Mitarbeiterin Kira Gedik) positiv evaluiert und für den Bereich der Kindeswohlgefährdung erweitert.

Grundlage der Diagnosen sind Interviews mit den Familienmitgliedern, die im Team ausgewertet und aus denen sozialpädagogisch-therapeutische Aufgabenstellungen und Handlungsvorschläge abgeleitet werden.

Das Diagnoseverfahren wird an Hand von Fallbeispielen vorgestellt und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten im zweiten Block die Gelegenheit, eigene Familieninterviews vorzustellen und gemeinsam auszuwerten.

 

Das Seminar gliedert sich in folgende Blöcke und Schwerpunkte:

1. Block:

  • Vermittlung der theoretischen Grundlagen der Sozialpädagogischen Familiendiagnose: Erfahrungsdimensionen und Deutungsmuster, Konfliktthemen, Hilfethematiken und familiäre Aufgabentypen,
  • Vorstellung der Arbeitsschritte der Sozialpädagogischen Familiendiagnose anhand von Fallbeispielen,
  • Interviewtechnik.

2. Block:

  • Auswertung der von den Seminarteilnehmer_innen durchgeführten Interviews,
  • Entwicklung sozialpädagogischen, Aufgabenstellungen von Konsequenzen für die praktische Arbeit und Hilfeplanung,
  • Planung der Rückmeldungen an die Familien.

3. Block:

  • Auswertung der Rückmeldungen an die Familienmitglieder,
  • Strukturelle Voraussetzungen und Finanzierungsformen für die Einführung von Sozialpädagogischen Familiendiagnosen als Routineinstrument
  • Vertiefungsthemen je nach Bedarf, z.B. Sozialpädagogische Familiendiagnosen bei Kindeswohlgefährdung.

 

Zertifikat
Es besteht die Möglichkeit zum Erwerb eines Zertifikates „Fachkraft für Sozialpädagogische Familiendiagnosen“. Voraussetzung ist die Durchführung und Dokumentation von zwei Sozialpädagogischen Familiendiagnosen.

 

Literatur
Cinkl, Stephan, Krause, Hans-Ullrich: Praxishandbuch Sozialpädagogische Familiendiagnosen. Verfahren – Evaluation – Anwendung im Kinderschutz. Opladen und Farmington Hills 2011

Uhlendorff, Uwe, Cinkl, Stephan, Marthaler, Thomas: Sozialpädagogische Familiendiagnosen. Deutungsmuster familiärer Belastungssituationen und erzieherischer Notlagen in der Jugendhilfe. Weinheim und München 2006

 

Zielgruppe: 

Mitarbeiter_innen in den Erziehungshilfen

Teilnehmer: 

18

Beginn: 
Dienstag, 4. Februar 2020
Termine: 

04. – 06.02.2020
21. – 23.04.2020
16. – 18.06.2020

Veranstaltungsort: 

Bremen

Leitung: 
Kosten: 
NichtmitgliederMitgliedseinrichtungenEinzelmitglieder
1.395
1.305
1.260
Kosten inkl. Übernachtung: 
NichtmitgliederMitgliedseinrichtungenEinzelmitglieder
1.815
1.725
1.680
Anmerkungen: 

Eine Ratenzahlung ist möglich, kommen Sie gerne auf uns zu!

Partnerschaften

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